laeufer

Nachlese

Ja, auch dieses Jahr war ich wieder nicht zu Gast auf der re:publica in Berlin.
Aber in Zeiten des World Wide Web sollte ein Internettreffen, das vielleicht größte und wichtigste, auch ohne Anwesenheit zugänglich sein. Nicht nur das Informieren aus der Ferne über youtube und google+ klappte bei der re:publica 2013 hervorragend, sondern auch sonst scheint das Treffen dieses Jahr mehr in der Öffentlichkeit zu stehen denn je, was beweist, wie sehr On- und Offlinewelten inzwischen miteinander verzahnt sind und wie wichtig die re:publica geworden ist. Weiterlesen

datenbremse

Datenbremse im Netz

Die Drosselkom hat angekündigt, ihre Flattarife neu zu strukturieren. Wer viel im Internet unterwegs ist, soll zukünftig ab einem bestimmten Downloadvolumen entsprechend mehr zahlen.
Ich weiß gar nicht, ob das auf mich zutreffen würde. Ich loade doch kaum was down. Aber wieso die Drosselkom jetzt erst damit offiziell an die Öffentlichkeit geht, wundert mich schon ein wenig. Und das muss ich hier erklären: Bis vor einigen Jahren hatte ich einen Flattarif bei der Drosselkom. Satte 384 kb/s gab es da an Datengeschwindigkeit. E-Mails mit Anhang brauchten so ihre Zeit. Websites bauten sich eher zähflüssig auf. Aber ich war neu im Neuen Medium und war stolz, dass es überhaupt ging, und stolz vom gebraucht gekauften 56K-Modem auf einen Weiterlesen

„Mann im Dunkel“ von Paul Auster – Buchbesprechung

Ein zweiundsiebzigjähriger Mann liegt in seinem Bett. Er findet keinen Schlaf. Seine Gedanken kreisen um seine Familie, Vergangenes, Erzählungen Dritter und vor allem um seine eigenen, im Dunkel vieler Nächte selbst erdachten Geschichten. Geschichten, in denen er auch Personen seines realen Lebens auftreten lässt. Damit vertreibt er sich die Zeit dieser einen schlaflosen Nacht, vertreibt sich die Zeit und verhindert damit auch, über sich selbst nachdenken zu müssen.
Der Mann namens August Brill ist nicht allein im Haus. Weiterlesen

angeklemmt-abgeklemmt

Medienverbote, Postkartenschule und Kaffee

Manchmal gönne ich mir im Fluss des Alltags eine Pause. Meistens begleitet mich dabei ein Becher gefüllt mit einer heißen, starken wohlduftenden Droge namens Kaffee. An manchen Tagen leiste ich mir auch ein paar Pausen extra. Und konsumiere dementsprechend mehr Kaffee. Gerade als Blogger nutze ich diese Pausen aber nicht ausschließlich zur Konsumierung meines Lieblingsgetränkes. Mitnichten. Oft lasse ich meine Gedanken schweifen, hole noch einmal die alte Zeitung hervor oder browse entspannt und vom steigenden Koffeingehalt meines Blutes angeregt, durch das Internet. Und treffe beizeiten auf außergewöhnliche Meldungen. Weiterlesen

neuschnee

Schön und responsive zum Lesen, Hören und Sehen.

Auf schoenundunschoen.de wird nicht über das Wetter geredet! Das tun alle schon unablässig und überall. Keine Tageszeitung, kein On- oder Offline-Medium verschont uns. Also. Lassen Sie mich kurz ein paar Wörter über das Wetter verlieren. Denn dieser Winter hält länger als sein versprochenes Verfallsdatum. Und nebenbei entstanden so ein paar Reizwörter, die in die gesellschaftliche Unterhaltung eingeflochten, jegliche Gemütlichkeit erstarren lassen: Neuschnee zum Beispiel. Oder Kaltfront. Ja, selbst Kinder zeigen derzeit bei der Erwähnung eines Weiterlesen

Suuspod 001


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ausserdienst

Bei Anruf Rücktritt – Ratzingers Hut und Falten in Stoffwindeln

Ich war gerade dabei den letzten Absatz des Artikels über die Zusammenhänge von ungebügelten Stoffwindeln in Kleiderschränken und Karriereknick zu beenden, da klingelte das Telefon. Dieser Text war für mich enorm wichtig. Nicht nur wegen der Bezahlung. Es drohten Folgeaufträge. Auch wenn ich den Abgabetermin schon zweimal verschoben hatte. Es klingelte noch mal. „… so lässt sich trotz aller vorherigen Annahmen durch Faltenlosigkeit kein …“ Erst beim dritten Klingeln schälte ich mich aus meiner Arbeit heraus und brach das Tippen ab. Viertes Klingeln. Weiterlesen

012013

Die Freiheit der Anderen – Kommerz und Recht im Netz

Urheberrecht und Leistungsschutzrecht waren in den letzten Monaten in aller Munde, Thema vieler benachbarter Blogartikel und kaum eine Feder aus der nicht für oder wider geschrieben wurde. Wirklich angesprochen, respektive zur Niederschrift einer eigenen Stellungnahme angeregt, hat mich kaum eine/einer. Und der, der es jetzt tut, bringt das Dilemma zwischen denen die, die die Freiheit des Netzes bewaren möchten und denen, die trotzdem von ihrer Kunst “leben” wollen, so gut zum Ausdruck, dass ich dem kaum etwas hinzu zufügen habe. Ich folge hier dem Wunsch des Autors nach Vervielfältigung seines Artikels und bedanke mich herzlichst. Mehr davon! Weiterlesen

kabelsalat

Kampf der Giganten und Alternativen im Netz

Facebook hat seine neue Suchmaschine mit dem Namen “Graph Search” vorgestellt, um Google Paroli zu bieten. Die Börsen haben es nicht honoriert. Und es könnte uns eigentlich auch egal sein. Wenn es mich nicht stören würde, was mit all diesen Daten passiert. Oder anders ausgedrückt: So ganz genau weiß eigentlich keiner, was Google und Facebook mit unseren Daten machen.
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ökotouchpad

Weihnachtlicher Matsch auf dem Touchscreen.

Jede Online-Fotobörse hat sie in ihrem Angebot: Bilder mit Kindern beim Verwenden eines Touchpads. Sie tippen, ziehen, wischen und starren. Vielfach wird zitiert, wie leicht es schon Kleinkindern fällt, sich durch die intuitive Menüführung zu navigieren. Und es spricht tatsächlich für das Interfacedesign dieser kleinen technischen Wunderwerke. Kein langes Herumprobieren mehr am Computer mit nervigen Fehlermeldungen, sondern einfach darauf los fingern. Irgendetwas ist halt immer zu sehen. Meist vermutlich ein, hoffentlich altersgemäßes, Spiel oder eine per App installierte Lernsoftware mit Anspruch. Oder eben ohne. Und ganz nebenbei Weiterlesen

warnhinweis

Durch die Woche gerannt.

Keine 24 Stunden dauert es mittlerweile, dann werde ich wieder kribbelig. In derzeit überall befindlichen geheizten Räumen geht es noch schneller. Mein Kopf verlangt nach Bewegung. Mag sich merkwürdig anhören, aber in erster Linie gibt er den entscheidenden Anstoß. Raus hier. Luft. Laufen. Wer ist schuld? Mein Trainer. Im Spätsommer hatte ich mit einem Lauftreff begonnen und dieser diplomierte Ironman hat es geschafft, mich wieder auf die wesentlichen Dinge des Lebens runter zu bringen. Bewegung. Langsam und ausdauernd. Auffallend die sich ähnelnden Attribute zum Schreiben. Vielleicht passen die beiden Dinge deshalb so gut zusammen. Weiterlesen

schiefe-ebene

Schiefes wieder zurechtmurksen.

Ist es Ihnen schon einmal gelungen, etwas, ein Glas mit einem erfrischenden Kaltgetränk meinetwegen, auf einer schrägen Unterlage abzustellen? Um es genauer zu bezeichnen: Auf einer schiefen Ebene, so wie auf der scheinbaren oben im Bild? (Dort ist allerdings schon kein Glas mehr zu sehen ist – da können Sie suchen, soviel Sie wollen, ist ja nur ein Beispiel.)
Es soll sogar Menschen unter uns geben, die verkaufen einem eine schiefe Ebene als Regal, Weiterlesen

gezeiten

Sauerstoffinvestition

Ans Meer. Ein paar Tage weg sein. Und diese Tage wurden im wahrsten Sinne des Wortes veredelt. Noch vor der eigentlichen Ankunft war ein guter Teil unseres Budgets für Parkplatz, Fähre und Kurbeitrag dahin geschmolzen. Nun gut, die Aussicht auf das, was kommen sollte, brauchte ihren Tribut. Ich war skeptisch, aber ein junges Paar mit Kleinkind, welches unaufhörlich seine frisch gezapfte Muttermilch erbrach, Weiterlesen

Die Kinderfrage

abenteuer-ist-woanders
Wir sitzen in einem Dilemma. Wir planen unser Leben. Welchen Schulabschluß mache ich? Was soll ich studieren? Oder doch lieber eine Ausbildung absolvieren?. Und dann arbeiten gehen und Urlaub machen. Ein schicker Wagen muss her. Und wenn das Geld reicht, vielleicht eine kleine (oder größere) Immobilie erwerben. Dann ist es geschafft. Ach nee, nicht ganz. Wer auf die Vierzig zugeht, Weiterlesen

stromwende

Stromwende

„Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben“, sagt Herr Altmaier. Und wir werden demnächst Nachhilfe in eben diesem Stromsparen bekommen können. Weil wir uns sonst nämlich unseren Strom nicht mehr leisten werden können. Der wird ab nächstem Jahr um einiges teurer. 50 bis 75 Euro pro Vierpersonenhaushalt im Jahr (…im Vertrauen: diese Schätzung halte ich für sehr optimistisch.). Und damit will Herr Altmaier den Umbau auf regenerative Energien bewältigen. Genau genommen meint er natürlich, Weiterlesen